Der Düsseldorfer Komponist und Dirigent Mark-Andreas Schlingensiepen ist nach langer Krankheit am 2. Mai 2026 verstorben.

1956 (als Sohn deutscher Eltern) in Bradford/England geboren. Er studierte an der Robert-Schumann-Institut der Musikhochschule im Rheinland. Weiterführende Studien, u.a. in einer Meisterklasse mit dem NDR Rundfunkorchester, schlossen sich an.
Bereits vor mehr als zwanzig Jahren gründete er das notabu.ensemble neue musik, das heute die wesentlichen Beiträge zur zeitgenössischen Musik in Düsseldorf (NRW) liefert und beachtete eigene Reihen bespielt. Dabei sind vor allem das Festival „Ohren auf Europa. Eine Biennale der Neuen Musik“ und die regelmäßige Konzertreihe „Na hör´n Sie mal“ zu nennen.
Er ist ebenso lange international als Dirigent tätig, hat sich aber auch als Komponist und als Bearbeiter von Musik zu Stummfilmen Renommee erworben. [Zum Beispiel erstellte er die bei Ries & Erler edierte Bearbeitung der Filmmusik von Edmund Meisel zu Walter Ruttmanns Stummfilm „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“.] Es entstanden Partituren im Auftrag des Goethe-Instituts Paris, der Berliner Festspiele GmbH, dem Kultursekretariat NRW in Wuppertal oder dem Kultusministerium des Landes NRW.