Unter dem Label cpo sind im Juni & Juli 2026 zwei weitere CDs erschienen, welche mit dem Notenmaterial (Hrsg. Bert Hagels) von Ries & Erler eingespielt wurden. Beide Aufnahmen standen unter der Leitung des renommierten Dirigenten Howard Griffiths.

Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt hat die Symphonie C-Dur (HW 2.4.6) und die Symphonie e-Moll (HW 2.4.3) von Ferdinand Hiller eingespielt.
„»Die starke visuelle Kraft der Musik reißt mich fort«, gestand ein Kommentator, nachdem er sich mit dem ersten der zwei Alben befasst hatte, die den vier erhaltenen Symphonien des »rheinischen Musikpapstes« Ferdinand Hiller gewidmet sind. Mit dem Abschluss des quantitativ zwar kleinen, qualitativ jedoch bemerkenswerten Zyklus bescheren uns Howard Griffith und das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) jetzt das früheste und das späteste Werk der Reihe, und wieder wird nicht nur der enthusiastische Rezensent auf seine ästhetischen Kosten kommen. Die e-moll-Symphonie ist die leidenschaftlich überbordende Kreation eines eben zwanzigjährigen Künstlers, der’s der Welt zeigen will, während das viereinhalb Jahrzehnte jüngere »Schlusswort« das Selbstbewusstsein eines Mannes verströmt, der es längst »geschafft hat«: Der kann nostalgisch auf die Zeiten eines Mendelssohn und Schumann zurückblicken und sich trotzdem harmonische Wunderlichkeiten leisten, ohne um Erlaubnis zu bitten. Erstaunlich!“
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Die Symphonien C-Dur op. 35 Nr. 1, G-Dur op. 35 Nr. 2 und Es-Dur op. 35 Nr. 3 von Paul Wranitzky wurden vom Münchner Rundfunkorchester eingespielt.
„»Paul Wranitzky wurde am 30. Dezember 1756 im mährischen Neureisch geboren, war also fast auf den Tag genau elf Monate jünger als Wolfgang Amadeus Mozart, den er immerhin um siebzehn Jahre überlebte. Der naheliegende Vergleich der beiden Altersgenossen zeitigt freilich verblüffende Ergebnisse – was unter anderem womöglich daran liegen dürfte, dass der Ältere als Wunderkind in die Musik hineingeboren wurde, während sein Kollege erst auf Umwegen zum Komponisten mutierte und vieles lernen musste, was dem Andern nur so zuflog. Das hat er allerdings mit großem Einfallsreichtum angewandt, wie allein seine vier Dutzend Symphonien verraten: Diese ließ er zwar zum Teil noch nach älterer Sitte in Gebinden publizieren; in ihrer Diktion aber wirken sie eher wie ein fehlendes Bindeglied zwischen seinem Lehrer Joseph Haydn und dem »kommenden Mann« – Ludwig van Beethoven. Die drei unter der Opuszahl 35 im April 1800 erschienenen, aber schon im vorherigen Jahrzehnt entstandenen Stücke bilden da keine Ausnahme. Originell, formal voller Überraschungen und klanglich progressiv, wecken sie einen leisen Verdacht: dass nämlich Josef Martin Kraus, der um 1783 in Wien weilte, Wranitzky einige der Kühnheiten vermittelt hat, die ihn, den schwedischen Hofkapellmeister, auszeichneten.“
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Symphonie e-Moll (HW 2.4.3) & Symphonie C-Dur (HW 2.4.6)
von Paul Wranitzky / Bert Hagels (Hrsg.)
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Sinfonie Es-Dur op. 35 Nr. 1 – 3
von Paul Wranitzky / Bert Hagels (Hrsg.)
Kaufmaterial & Leihmaterial