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Wolfgang Zeller wurde in Biesenrode/Harz am 12.September 1893
geboren. Seine musikalische Begabung zeigte sich früh: erster Violinunterricht
mit acht Jahren, Kompositionsstudien während der Schulzeit; nach
dem Abitur (Potsdam) Unterricht in München bei Felix Berger, einem anerkannten
Geigenvirtuosen, und in Berlin bei Jean Paul Ertel (Komposition).
Nach dem 1. Weltkrieg entstanden größere Kompositionen: Orchesterstücke,
Kammermusik und Lieder; Anstellung als Geiger im Orchester der Volksbühne
und bald darauf festes Engagement als Komponist und Dirigent der Schauspielmusik
(1921-1929). Die Begegnung mit Lotte Reiniger ermöglichte ersten Kontakt
zum Film . Nach „Prinz Achmed“ (1926) Vertonung von Hans Kysers Filmbiographie
„Luther“ (1927). In jenem Jahr meistgespielter Kinokomponist in Deutschland.
1928 Musik zu Walter Ruttmanns „Melodie der Welt“ (erster abendfüllender
deutscher Tonfilm); vollständiger Wechsel zum Filmfach. Zeller avancierte
zu einem der gefragtesten Komponisten des deutschen Films. Während der
Nazi-Zeit schrieb er für eindeutige Propagandafilme („Der Herrscher“,1937;
„Jud Süss“, 1940) ebenso wie für Komödien („Der zerbrochene
Krug“, 1937), pathetische („Immensee“, 1943) und dramatische Produktionen
(„Fahrendes Volk“, 1938). Nach dem Krieg gelangen ihm überraschend ernste
und eindringliche Musiken zu antfaschistischen Werken wie „Ehe im Schatten“
(1947) und „Morituri“ (1948). Seine letzte Filmpartitur schrieb er für
„Serengeti darf nicht sterben" (1959).
Wolfgang Zeller starb am 11.Januar 1967 in Berlin.
Lothar Prox
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