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Grete von Zieritz, 1899 in Wien geboren, gab bereits mit 13 Jahren
erste Konzerte und galt als pianistisches Wunderkind. Ihre theoretische
Ausbildung erhielt sie zunächst in Graz und bereits 1919 gelang ihr
der kompositorische Durchbruch mit der Vertonung der zehn "Japanischen
Lieder". 1926 bis 1931 studierte Grete von Zieritz bei Franz Schreker
in Berlin.
"Ich war absolut darauf aus, zu Schreker zu gehen, weil er bei aller
Strenge Individualisten ausbildete, wodurch ich mir gehorchen, meiner
inneren Stimme folgen konnte, denn die ist es immer, einzig und allein,
die mich lenkt und mir befiehlt."
Diesem Grundsatz ist Grete von Zieritz zeit ihres Lebens treu geblieben.
Sie schloß sich nie zeitgemäßen modischen Strömungen
an, sondern schrieb stets sehr persönliche Musik, die aus ihrem eigenen
Denken und Empfinden entstand. Ihre Kompositionen sind zumeist dramatisch
angelegt, in Musik gesetzte Bilder und Begegnungen oder Vertonungen
literarischer Vorlagen. Ihre expressive Tonsprache bewegt sich weitgehend
im tonalen Raum.
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