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Der Amerikaner Gordon
Sherwood, geb. 1929, nennt sich selbst den
"berühmtesten aller unbekannten Komponisten". Als er Ende zwanzig
war,
führte das New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von
Dimitri Mitropoulos seine erste Symphonie in der Carnegie Hall auf und
in den darauffolgenden Jahren erhielt er Auszeichnungen und Stipendien.
Trotzdem konnte er weder im Musikbetrieb noch im bürgerlichen
Leben Fuß
fassen. 20 Jahre vagabundierte er durch die halbe Welt, 15 Jahre seines
Lebens war er von Beruf Bettler -zehn Stunden am Tag, sieben Tage die
Woche, 9 Monate im Jahr - und erwarb so das Geld, von dem er heute noch
in einem kleinen Ort in den Bergen an der Algarve lebt. Sherwood ist
konsequenter Konsumverächter, das lebende Gegenbeispiel für
unsere
immer hohler werdende Kaufrauschwelt. Er kümmert sich nicht um die
Aufführungen seiner Werke. Er verschenkt die Kopien seiner
Partituren
an Musikerfreunde, keiner der raffgierigen Musikverlage kann ihn
ausbeuten. Seine Musik? Überbordend vital, rhythmisch bestimmt,
brillant instrumentiert, Anklänge an Copland und Ives. Das
wirklich
großartige Bayerische Landesjugendorchester hat unter Werner
Andreas
Albert einen Querschnitt neu produziert: Die oben erwähnte 1.
Symphonie
op. 3, das Klavierkonzert op. 107 und die Sinfonietta op. 101.
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Alle Werke bei
Ries & Erler
Verlagskatalog
Gordon
Sherwood CD Symphonie Nr. 1
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