Peter Gotthardt
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Peter Gotthardt
(70. Geburtstag am 22.08.2011)



 

 

geb. 22.08.1941 in Leipzig Komponist, Texter, Verleger, Produzent, als Pianist auch spezialisiert auf Stummfilmbegleitung

1961 bis 1966 Studium an der Musikhochschule „Hanns Eisler“, Berlin (Klavier, Korrepetition, Dirigieren und Komposition)

1966/67 Ballettrepetitor an der Komischen Oper Berlin bei Prof. Tom Schilling

1965 bis 1969 Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Sänger Ernst Busch für die Akademie der Künste Berlin (Schallplattenproduktionen auf „AURORA“)

1969 bis 1971 Tourneen als musikalischer Leiter des „Ensemble 66“ (u.a. nach Ägypten, Syrien, Libanon, Österreich, Sowjetunion, Dänemark, Norwegen)

1975 bis 1976 Chef für Schauspielmusik am Volkstheater Rostock (hier entstanden u.a. von Peter Weiss und Rolf Hochhuth autorisierte Bühnenmusiken). Danach wieder freiberuflich tätig.

1985 Kunstpreis für sein filmkompositorisches Schaffen. Seit 1990 Produktion von Tonträgern ( zunächst mit eigenen Werken, dann auch Fremdaufträge)

1991 Gründung des Musikverlages VERLAGSHAUS GOTTHARDT (Drucklegung eigener Werke, Tonträgerproduktionen, Herausgabe von Theaterstücken).

Eigene Filmproduktionen 1991:
„AVE“ 9 Min. 35mm color Dolby Stereo und „Die schönsten Krippen der Welt“ 35mm color
Ernst-Reuter-Preis 1990 für sein Originalton-Hörspiel „Ich schlage vor, den Beifall kurz zu halten“
Seit 1991 Begleitung von Stummfilmen, u.a. im „Zeughaus- Kino“ (Unter den Linden), im „Babylon“ und bei Retrospektiven der Internationalen Berliner Filmfestspiele, Gastspiele in Padua (Italien), Forssa (Finnland)
1992 Gründung des „TONFILM-ORCHESTER-BERLIN“ („TOB“), Gastspiele bis Hong Kong und Washington (aufgelöst 2005).

Gotthardt schrieb bisher über 500 Filmmusiken, entdeckte und förderte für den Film „Die Legende von Paul und Paula“ die Rockgruppe „Puhdys“ und schrieb die Hits „Geh zu ihr“ und „Wenn ein Mensch lebt“ („Geh zu ihr“ wurde so populär, dass es als heimliche Nationalhymne der DDR gefeiert wurde).

Er schrieb Kammer- und Ballettmusiken, Lieder, Chansons, Musicals (u.a. „Die Schweinchen-Oper“ Rundfunkproduktion 1988; „Junger Zunder –alter Plunder“ Euro-Central- Theater Bonn 1990, „Banker‘s Opera“ 1997), Oratorien, montierte Klangcollagen. Orchesterwerke: u.a. „Freiberger Metamorphosen“ (Freiberg 1985), „Vivaldi-Collage“ (Dresden 1988), „Hymnus ad insulinum – Biomusik für Kammerorchester und Sopran-Solo“ (Berlin 1991, Neufassung 2006), „überLeben“ Oratorium für Rockband und Orchester (Berlin 2007), „Hauptmann von Köpenick“ (mit Harald Juhnke) Filmmusik für Orchester 1977 (Neufassung 2011).

2010 Die A-cappella-Chor-Oper „Das Hexenflosz“ (8 Chöre und 11 Solisten) erscheint im Eigenverlag, die geplante UA des Auftragswerkes („Ruhr 2010“) in Bochum wurde bisher nicht realisiert.

Gotthardt war mehrfach Juror bei Filmfestivals, von 1990 bis 1994 berufenes Mitglied bei der Auswahlkommission für Wettbewerbsfilme bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin (Moritz de Hadeln).

Seine journalistischen Arbeiten behandeln vor allem Filmmusik, gesammelte Schriften sind in Vorbereitung.

2011 „Mitunter fällt mir etwas ein“ – ein erstes Buch erscheint im APHAIA-Verlag und gibt einen Überblick über sein Leben, darin u.a. auch erste Veröffentlichungen einiger seiner Gedichte.

In Vorbereitung sind : zwei Musicals, Filmmusik, drei Orchesterstücke für berühmte Stummfilme, eine neue Oper u. a. 


Werke
bei Ries & Erler